Drei Industriekultur-Netzwerke in NRW bündeln ihre Kräfte für gemeinsame Projekte

Susan auch Schlauchin
Susan auch Schlauchin
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Eine Gruppe von Menschen in einem Museum, umgeben von einem Zaun, Informationsschildern und verschiedenen Gegenständen, mit einer großen Felsformation, wahrscheinlich einem Grabhügel, in der Mitte.Susan auch Schlauchin

Drei Industriekultur-Netzwerke in NRW bündeln ihre Kräfte für gemeinsame Projekte

Drei große Netzwerke des industriellen Erbes haben sich zusammengeschlossen, um die bundesländerübergreifende Zusammenarbeit zu stärken. Industriekultur Bergisches Land, WasserEisenLand – Industrielles Erbe in Nordrheinwestfalen und die Route der Industriekultur unterzeichneten bei einer Feier in Solingen eine Kooperationsvereinbarung. Ziel der Partnerschaft ist es, Forschung, Tourismus und gemeinsam erleben in ihren historisch verbundenen Regionen zu fördern.

Die Unterzeichnung fand im Hendrichs-Druckhammer, einem Standort des LVR-Industriemuseums in Solingen, statt. Sandra Brauer, Direktorin des Bergischen Museums und Vorsitzende von Industriekultur Bergisches Land, vertrat dort ihr Netzwerk. Das Bergische Museum selbst ist eine zentrale Einrichtung des Verbunds, der sich der Bewahrung, Erforschung und Vermittlung des industriellen Erbes der Region Bergisches Land widmet.

Die drei Regionen – das Bergische Land, Südwestfalen und das Ruhrgebiet – sind durch eine lange gemeinsame Geschichte verbunden. Über Jahrhunderte hinweg tauschten sie Waren, Arbeitskräfte, Fachwissen und Rohstoffe aus und prägten so ihre gemeinsame industrielle Identität. Nun planen die Netzwerke, diese Verbindung durch gemeinsame Veranstaltungen, Publikationen und Besucherangebote weiter auszubauen.

Das Netzwerk WasserEisenLand allein umfasst 41 registrierte Industriedenkmäler und Museen, darunter bedeutende Standorte wie das Deutsche Museum in Bochum, die Zeche Zollverein in Essen, die Kokerei Hansa in Dortmund und das Eisenheim-Museum in Oberhausen. Unterstützung erhält die Zusammenarbeit zudem von der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH), die regionale Initiativen wie diese fördert.

Bis 2026 wollen die drei Partner konkrete Projekte umsetzen, darunter länderübergreifende Ausstellungen und geführte Touren. Der Bundesverband Industriekultur Deutschland (BIKD) hat den Organisationen bereits zur neuen Partnerschaft gratuliert.

Die Vereinbarung markiert einen offiziellen Schritt hin zu einer engeren Zusammenarbeit zwischen drei einflussreichen Netzwerken des industriellen Erbes. Ihr gemeinsames Engagement konzentriert sich darauf, neue Möglichkeiten für Besucher, Forscher und lokale Einrichtungen zu schaffen. Erste Ergebnisse dieser Kooperation sollen 2026 präsentiert werden.

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