Dormagens Chemieindustrie zwischen Krise und Wasserstoff-Hoffnung nach Pandemie und Energiekosten

Karlheinz Mies
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Ein Plakat, das die elektrische Stadt Bergbahn, Deutschland, bewirbt und Bilder von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibendem Text zeigt.Karlheinz Mies

Dormagens Chemieindustrie zwischen Krise und Wasserstoff-Hoffnung nach Pandemie und Energiekosten

Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld hat kürzlich Carl-Philipp Sassenrath, den direkt gewählten Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Dormagen, Neuss, Grevenbroich und Rommerskirchen, im Rathaus empfangen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Bundespolitik und deren direkte Auswirkungen auf die Kommunalverwaltung sowie die wirtschaftliche Zukunft der Region.

Themen des Austauschs waren unter anderem mögliche Bundesfördermittel für Städte und die Frage, wie nationale Entscheidungen Dormagen konkret beeinflussen. Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der chemischen Industrie der Stadt, die seit 2020 mit anhaltenden Herausforderungen konfrontiert ist. Der Sektor, angeführt vom Covestro-Standort in Dormagen, kämpft mit den Folgen der COVID-19-Pandemie, stark gestiegenen Energiekosten und Lieferkettenstörungen. Diese Belastungen führten zu Produktionskürzungen und Stellenabbau, etwa als Covestro 2023 den Abbau von 1.000 Arbeitsplätzen ankündigte.

Trotz dieser Schwierigkeiten gab es auch Fortschritte: Investitionen in nachhaltige Technologien, wie ein 100-Millionen-Euro-Wasserstoffprojekt im Jahr 2024 und Fortschritte beim Polycarbonat-Recycling, halfen, die Umsätze zu stabilisieren. Bis 2025 hielt Covestro einen konzernweiten Umsatz von rund 15 Milliarden Euro.

Sassenrath betonte, dass die industriellen Entwicklungen in Dormagen als Leitlinie für die Gestaltung der Bundespolitik dienen sollten – insbesondere mit Blick auf die Zukunft der produzierenden Industrie. Lierenfeld unterstrich, wie wichtig ein regelmäßiger Austausch zwischen Bund und Kommunen sei, um politische Ziele abzustimmen. Beide vereinbarten, auch künftig eng zusammenzuarbeiten, um die Anliegen Dormagens und des Rhein-Kreises Neuss voranzubringen.

Das Treffen endete mit dem gemeinsamen Bekenntnis zu einem fortlaufenden Dialog und einer engeren Abstimmung. In künftigen Gesprächen soll es um Fördermöglichkeiten und politische Maßnahmen gehen, die die wirtschaftliche Stabilität Dormagens stärken. Die Herausforderungen und Erfolge der chemischen Industrie bleiben dabei ein zentraler Bezugspunkt.

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