Dormagen leuchtet orange: Kampagne gegen Gewalt an Frauen und Mädchen gestartet
Karlheinz MiesDormagen leuchtet orange: Kampagne gegen Gewalt an Frauen und Mädchen gestartet
Vor dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen macht die Stadtverwaltung Dormagen auf geschlechtsspezifische Gewalt aufmerksam. Die Kampagne rückt die alltäglichen Realitäten von sexualisierter, digitaler, körperlicher und psychischer Gewalt in den Fokus, der Frauen und Mädchen ausgesetzt sind. Visuelle Mahnmale wie eine orangefarbene Bank und beleuchtete Banner vor dem Neuen Rathaus regen zum Nachdenken über das Thema an.
Die Initiative steht im Einklang mit der weltweiten UN-Women-Kampagne Orange the World. Bis zum 28. November wird das Neue Rathaus abends in Orange erstrahlen – als Symbol der Solidarität gegen Gewalt. Die Orange Days setzen sich anschließend bis zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember fort.
Anja Hain, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Dormagen, betont, wie tief verankert Gewalt gegen Frauen und Mädchen in der Gesellschaft bleibt. Ziel der Kampagne ist es, Betroffenen Hilfsangebote sichtbarer zu machen. Lokale Einrichtungen bieten vertrauliche Unterstützung an: Das Frauenberatungszentrum des Rhein-Kreises Neuss steht Frauen und Mädchen ab 16 Jahren unter 02131 271378 zur Seite. Die Caritas Dormagen unterstützt Kinder und Jugendliche unter 02133 43022. Bei akuter Gefahr ist die Polizei unter der 110 erreichbar. Bundesweit gibt es weitere Anlaufstellen: Das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen ist rund um die Uhr unter 116 016 erreichbar, die Nummer gegen Kummer für Kinder und Jugendliche unter 116 111. Männer, die von Gewalt betroffen sind, finden Hilfe bei spezialisierten Diensten wie fairmann in Heidelberg oder MIM in München.
Parallel zur Aufklärungskampagne gibt es konkrete Hilfsangebote für Betroffene von geschlechtsspezifischer Gewalt. Beratungsstellen, Hotlines und Notdienste bleiben für Ratsuchende zugänglich. Mit den visuellen Aktionen und der fortlaufenden Sensibilisierung will die Stadt die Debatte über Prävention und Unterstützung lebendig halten.