Doppeltes Reisechaos in NRW: Tunnelsperrung und Warnstreiks im öffentlichen Dienst
Karlheinz MiesDoppeltes Reisechaos in NRW: Tunnelsperrung und Warnstreiks im öffentlichen Dienst
Sperrung eines wichtigen Tunnels und Warnstreiks im öffentlichen Dienst sorgen für Reisechaos in Nordrhein-Westfalen
In dieser Woche wird der Verkehr in Nordrhein-Westfalen gleich doppelt beeinträchtigt: Der L107-Tunnel in Velbert-Langenberg wird für 24 Stunden gesperrt, während gleichzeitig Warnstreiks im öffentlichen Dienst wichtige Verkehrsbetriebe im gesamten Bundesland lahmlegen.
Der L107-Tunnel bleibt ab Dienstag, dem 20. Januar, um 16:00 Uhr bis voraussichtlich Mittwoch, dem 21. Januar, gegen 16:00 Uhr für alle Fahrzeuge geschlossen. Als Grund für die Vollsperrung nannten die Behörden Sicherheitsbedenken. Autofahrer, die durch Velbert-Langenberg fahren, werden über eine Umleitung via Vogteier Straße, Voßkuhlstraße und Heegerstraße geleitet.
Zeitgleich finden Warnstreiks im öffentlichen Dienst statt, die Teil der laufenden Tarifverhandlungen sind. Betroffen ist unter anderem das Tunnelbetriebszentrum (TLZ.NRW) der Landesverkehrszentrale in Leverkusen, das die wichtigsten Verkehrswege überwacht. Während der Arbeitsniederlegungen wird die Leitstelle nur mit reduzierter Besetzung arbeiten. Bisher gibt es keine offizielle Bestätigung, wer die Tunnelüberwachung in Leverkusen während der Streiks übernehmen wird. Die Störungen belasten das ohnehin schon angespannte Verkehrsnetz zusätzlich.
Durch die Tunnelsperrung und die Streiks müssen Autofahrer einen ganzen Tag lang auf Ausweichrouten ausweichen. Da die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst noch nicht abgeschlossen sind, sind weitere Arbeitskämpfe möglich. Verkehrsteilnehmer sollten sich auf Verzögerungen einstellen und für Fahrten in den betroffenen Gebieten mehr Zeit einplanen.