25 December 2025, 21:00

Deutsche Telekom übernimmt DOKOM21-Glasfasernetz in Essen für strategischen Ausbau

Eine Brille, die in einer offenen Brillenbox liegt.

Deutsche Telekom übernimmt DOKOM21-Glasfasernetz in Essen für strategischen Ausbau

DOKOM21 verkauft Glasfasernetz in Essen an Deutsche Telekom

DOKOM21 hat sein 75 Kilometer langes Glasfasernetz in den Essener Stadtteilen Frohnhausen und Huttrop an die Deutsche Telekom veräußert. Mit dem Verkauf zieht sich das Unternehmen vollständig aus Essen zurück und kann die erzielten Mittel in den Ausbau des Glasfasernetzes in Dortmund reinvestieren.

Die Verhandlungen fanden auf Augenhöhe statt, wobei die Telekom nach einer Prüfung verschiedener Optionen durch DOKOM21 das überzeugendste Angebot unterbreitete.

Der Verkaufsentschluss folgte auf das Auslaufen eines Nebenkostenprivilegs zum 1. Juli 2024. Zuvor hatte DOKOM21 zwei Alternativen erwogen: entweder den Ausbau des bestehenden Hausnetzes zu einem vollständigen FTTH-Netz (Glasfaser bis in die Wohnung) oder die Beibehaltung des Status quo. Schließlich entschied sich das Unternehmen für den Verkauf.

Die Deutsche Telekom plant, das erworbene Netz als offene Infrastruktur weiterzuentwickeln. Dadurch bleibt Kunden die Möglichkeit erhalten, zwischen verschiedenen Anbietern zu wählen. Während der Übergangsphase bleiben die Nutzer über FTTH angeschlossen, sodass es zu keinen nennenswerten Unterbrechungen kommt. Die technischen Details der Übertragung sollen bis Ende 2026 finalisiert werden. Den genauen Zeitpunkt für den Markteintritt wird die Telekom eigenständig festlegen.

Der Verkauf stand in keinem Zusammenhang mit der Mitgliedschaft von DOKOM21 im BUGLAS-Verband und war auch nicht auf wirtschaftliche Bedenken hinsichtlich der Netzrentabilität zurückzuführen. Die Erlöse aus dem Geschäft fließen nun in die Glasfaserausbauprojekte des Unternehmens in Dortmund und stärken dessen Fokus auf den Netzausbau in der Region.

Durch die Transaktion kann DOKOM21 seine Ressourcen gezielt in die Dortmunder Glasfaserinfrastruktur lenken, während die Telekom mit ihrem Open-Access-Ansatz die Versorgungskontinuität für die Essener Kunden sichert. Der Deal spiegelt für beide Unternehmen eine strategische Neuausrichtung wider, mit der sie ihre jeweiligen Netzprioritäten vorantreiben.