Deutsche Bahn rüstet ICE 3 Neo für neue Strecken nach Polen und Frankreich um
Anatol FrankeDeutsche Bahn rüstet ICE 3 Neo für neue Strecken nach Polen und Frankreich um
Die Deutsche Bahn erweitert ihre Hochgeschwindigkeitsflotte vom Typ ICE 3 Neo, um neue Strecken in Polen und Frankreich zu bedienen. Das Projekt umfasst die Umrüstung von 32 Zügen zu Kosten von 200 Millionen Euro. Die ersten modernisierten Züge sollen voraussichtlich 2031 in Betrieb gehen.
Der ICE 3 Neo nahm im November 2022 den Fahrbetrieb auf, zunächst auf innerdeutschen Strecken sowie auf grenzüberschreitenden Verbindungen nach Brüssel und Amsterdam. Die Deutsche Bahn hat insgesamt 90 Züge bei Siemens Mobility bestellt, von denen bereits 29 ausgeliefert wurden.
Die Umbaumaßnahmen finden zwischen 2023 und 2025 im Siemens-Mobility-Werk in Krefeld statt. Die Züge werden mit länderspezifischen Signaltechnik-Komponenten ausgestattet, um die Anforderungen der polnischen ETCS-Stufe 1/2 und des französischen TVM-Systems zu erfüllen. Anschließend folgen Zertifizierungen in beiden Ländern sowie Testfahrten und die schrittweise Inbetriebnahme zwischen 2026 und 2028. Die vollständige Flotte von 41 umgerüsteten Zügen soll etappenweise den Betrieb aufnehmen. Zwar sind die genauen Zeitpläne über 2028 hinaus noch nicht bekannt gegeben, doch sind die endgültigen Freigaben und die Aufnahme des Regelbetriebs für 2031 vorgesehen.
Durch die Erweiterung können die ICE 3 Neo-Züge über ihre bisherigen Strecken hinaus verkehren und Deutschland mit Polen und Frankreich verbinden. Die Investition von 200 Millionen Euro deckt technische Aufrüstungen, Zertifizierungen und Tests ab, um die Einhaltung der jeweiligen nationalen Bahnstandards zu gewährleisten. Nach Abschluss des Projekts wird die modernisierte Flotte das Angebot an grenzüberschreitenden Hochgeschwindigkeitsverbindungen deutlich ausbauen.