04 March 2026, 15:40

Das Ende der Kölnischen Rundschau: 30 Journalisten verlieren ihre Jobs

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung der Stadt Köln, umgeben von kleineren Bildern und Texten, die die Geschichte der Stadt erzählen.

Das Ende der Kölnischen Rundschau: 30 Journalisten verlieren ihre Jobs

Die Kölnische Rundschau wird am 1. April 2026 eingestellt, nachdem der Verlag Heinen Verlag seinen Betrieb einstellt. Die Entscheidung folgt wirtschaftlichen Zwängen in der Medienbranche und betrifft Dutzende Mitarbeiter. Der Journalist Daniel Überall, der vor einem Jahr zur Redaktion stieß, sucht nun nach einer neuen Position in der Region.

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Heinen Verlag kündigte an, die Kölnische Rundschau zum 31. März 2026 einzustellen. Der Schritt erfolgt im Rahmen einer Umstrukturierungsvereinbarung mit der DuMont Mediengruppe, die die redaktionelle Verantwortung übernehmen wird. Zwar bleibt die Zeitung als eigenständige Marke unter dem Dach der Kölner Stadt-Anzeiger Medien-Gruppe erhalten, doch der Übergang wird zu erheblichen Stellenstreichungen führen.

Rund 30 fest angestellte Mitarbeiter verlieren ihre Arbeitsplätze, wobei die Gesamtzahl der entfallenden Stellen bei Heinen Verlag zwischen 30 und 50 liegen wird. Gewerkschaften wie der DJV sowie Kölner Oberbürgermeister Henriette Reker kritisierten die Entscheidung scharf und warnten vor einer Verringerung der Medienvielfalt und einer Schwächung der lokalen Berichterstattung in Köln und dem Rheinland. DuMont plant zwar die Schaffung von über 30 neuen Digitalstellen, doch diese werden nicht im journalistischen Bereich angesiedelt sein.

Daniel Überall, Redakteur bei der Rundschau, hatte gehofft, dort langfristig Fuß zu fassen. In einem LinkedIn-Beitrag beschrieb er die Schließung als tiefgreifenden Einschlag – sowohl für das Team als auch für seinen eigenen beruflichen Weg. Nun ist er aktiv auf der Suche nach neuen Möglichkeiten im Journalismus oder anderen Bereichen, vorzugsweise in Köln, dem Rheinland oder Nordrhein-Westfalen.

Johannes Heinen, Geschäftsführer von Heinen Verlag, versprach faire Abfindungsregelungen für die Betroffenen. Als Grund für die Einstellung nannte das Unternehmen finanzielle Schwierigkeiten auf den Leser- und Werbemärkten.

Das Ende der Kölnische Rundschau markiert das Aus einer Ära für den Lokaljournalismus in der Region. Mit 30 Mitarbeitern, die ihre Stellen verlieren, und anderen, die vor Ungewissheit stehen, wird die Übernahme durch DuMont die Medienlandschaft in Köln neu prägen. Der Fokus des Verlages auf digitale Expansion wird die verlorenen Redaktionsstellen nicht ersetzen.