Dagmar Becker verlässt Solingens Rathaus nach einer prägenden Dekade
Krzysztof LöfflerDagmar Becker verlässt Solingens Rathaus nach einer prägenden Dekade
Dagmar Becker, die Solinger Stadtdirektorin der Grünen, hat nach einem Jahrzehnt in der Kommunalpolitik offiziell ihr Amt niedergelegt. Ihr Abschied markiert das Ende einer prägenden Ära in der lokalen Politik. Kollegen und Amtsträger versammelten sich, um ihre Verdienste in den Bereichen Bildung, Kultur und Soziales zu würdigen.
Becker übernahm 2014 erstmals ein Amt in der Stadtverwaltung und zeichnete sich für Schulen, Kultur, Jugend, Sport und Integration verantwortlich. 2022 wurde sie zur Stadtdirektorin ernannt und führte Solingen durch finanziell schwierige Zeiten. Unter ihrer Leitung verwaltete ihr Team Investitionen von über 600 Millionen Euro, die in die Modernisierung von Schulen und Bildungseinrichtungen flossen.
In ihrer Amtszeit wurden bedeutende Projekte realisiert, darunter die Sanierung des Theaters Solingen, des Ittertals und der Klingenhalle. Auch Kultur- und Sporteinrichtungen in der gesamten Stadt wurden aufgewertet. Die Jugendzentren Rollhaus und Monkeys wurden erweitert, und das neue Vogelsang-Familienbad öffnete seine Türen für die Öffentlichkeit.
Beckers Engagement für Gleichberechtigung prägte die Stadtverwaltung nachhaltig und förderte mehr Frauen in Führungspositionen. Zudem setzte sie sich für die Kinderbetreuung ein – Solingen wird voraussichtlich ab dem nächsten Jahr eine vollständige Betreuungsabdeckung anbieten. Vor ihrem Abschied bereitete sie ihre Nachfolgerin, Anna Lenker-Koukounarakis, sorgfältig auf den nahtlosen Übergang vor.
Mit ihrem Ausscheiden endet eine zehnjährige Phase stabiler Führung in Solingen. Die Stadt beginnt nun unter Lenker-Koukounarakis eine neue Etappe mit einer modernisierten Verwaltung. Beckers Erbe umfasst eine ausgebauten Infrastruktur, kulturellen Aufschwung und ein stärkeres Bewusstsein für Chancengleichheit.






