Cyberangriffe auf Rekordniveau: Warum Unternehmen trotz Fortschritten zittert
Susan auch SchlauchinCyberangriffe auf Rekordniveau: Warum Unternehmen trotz Fortschritten zittert
Cyberbedrohungen nehmen zu – 88 % der IT-Experten stufen das aktuelle Risiko als hoch oder sehr hoch ein
Eine aktuelle Umfrage des Eco-Verbands zeigt: Fast jedes sechste Unternehmen war im vergangenen Jahr von einem schweren Sicherheitsvorfall betroffen. Dennoch rüsten sich viele Betriebe mit Schulungen, KI-Tools und strengeren Sicherheitsvorkehrungen gegen die wachsende Gefahr.
Die Befragung von 175 IT-Fachleuten verzeichnet einen leichten Rückgang der wahrgenommenen Bedrohungen – erstmals seit Jahren liegt der Wert unter 90 %. Dennoch bleiben die Sorgen groß, insbesondere bei Ransomware, der häufigsten Angriffsmethode, von der 6,4 % der Unternehmen betroffen waren. Auch CEO-Betrug nimmt zu und trifft mittlerweile 6,3 % der Firmen. Auffällig: Keines der Ransomware-Opfer hat Lösegeld gezahlt.
Rund 60 % der Unternehmen führen inzwischen regelmäßige Schulungen durch, um das Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiter zu stärken. Eine ähnliche Zahl hat Notfallpläne für IT-Vorfälle eingeführt. Datenverschlüsselung und E-Mail-Sicherheit stehen bei den meisten Organisationen ganz oben auf der Prioritätenliste.
Fast 40 % setzen bereits KI ein, um Bedrohungen zu erkennen und abzuwehren. Doch über 93 % erwarten, dass KI die Cyberrisiken in Zukunft noch verschärfen wird. Trotz der Herausforderungen bewerten mehr als die Hälfte der IT-Experten die Sicherheit ihres Unternehmens als gut oder sehr gut.
Die Budgets werden aufgestockt: Fast jedes zweite befragte Unternehmen plant, mehr in IT-Sicherheit zu investieren. Dennoch halten 75,6 % die deutsche Wirtschaft für schlecht auf große Cybervorfälle vorbereitet.
Die Ergebnisse zeigen eine Mischung aus Fortschritt und anhaltenden Risiken in der Cybersicherheit. Unternehmen setzen auf Schulungen, KI und strengere Richtlinien – doch viele sehen weiterhin Lücken in der nationalen Vorbereitung. Angesichts der sich wandelnden Bedrohungslage passen sich die Betriebe an, doch der Weg bleibt ungewiss.






