20 March 2026, 18:29

Christian Ulmen: Vom TV-Star zum Beschuldigten – Ex-Frau erhebt schwere Vorwürfe

Schwarz-weißes Magazin-Cover mit der Aufschrift 'Humoristische Liste', das einen Mann in einem Anzug mit ernster Miene und eine Frau zeigt, die wegsieht und leicht schmunzelt.

Christian Ulmen: Vom TV-Star zum Beschuldigten – Ex-Frau erhebt schwere Vorwürfe

Christian Ulmen – Vom umstrittenen TV-Star zum Beschuldigten: Ex-Frau wirft ihm Identitätsmissbrauch und sexuelle Belästigung vor

Christian Ulmen, einst einer der bekanntesten deutschen TV-Moderatoren und Comedians, sieht sich nun schweren Vorwürfen ausgesetzt. Seine Ex-Frau, Collien Fernandes, hat ihn öffentlich beschuldigt, in ihrem Namen gefälschte Online-Profile angelegt, explizite Inhalte verbreitet und sich betrügerisch verhalten zu haben. Die Anschuldigungen werfen einen dunklen Schatten auf seine frühere Karriere, die in den 2000er-Jahren durch provokante, aber populäre Formate geprägt war.

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Damals feierte man Ulmen für seinen grenzenlosen Humor, etwa in der Rolle des snobistischen Adligen Alexander von Eich. Doch die jüngsten Enthüllungen haben das Bild des Entertainers nachhaltig verändert – und die Frage aufgeworfen, wo bei ihm die Grenze zwischen Bühnenfigur und realem Handeln verlief.

Sein Aufstieg begann Mitte der 2000er mit der ProSieben-Sendung Mein neuer Freund, einem Reality-Format, in dem er wöchentlich einen anderen "Albtraum-Freund" spielte. Mit absurdem Verhalten testete er Frauen, wenn diese ihn ihren Familien vorstellten. Wer die Demütigungen bis zum Ende durchhielt, erhielt eine Geldprämie. Das Format war extrem – doch viele sahen darin damals vor allem Unterhaltung.

Sein frauenverachtender Stil zeigte sich auch in Wer will meine Freundin vögeln?, einer Show, in der Männer darum wetteiferten, wer die "heißeste" Freundin hatte. Während einige das als Satire abtaten, warfen Kritiker Ulmen vor, mit solchen Formaten frauenfeindliche Einstellungen zu verharmlosen. Die Grenze zwischen Provokation und persönlicher Überzeugung blieb bei ihm oft unklar.

Hinter den Kulissen soll Ulmen laut Fernandes' Vorwürfen noch weiter gegangen sein: Er habe unter ihrem Namen Fake-Profile erstellt, pornografisches Material verbreitet und sich als sie ausgegeben, um Telefonssex zu führen. Sie spricht von "virtueller Vergewaltigung" – ein Verhalten, das weit über seine einstigen Bühnenexzesse hinausgehe. Ihr öffentliches Schweigen zu brechen, hat Parallelen zu anderen Fällen von Machtmissbrauch durch Männer in Unterhaltungsbranche und Privatleben gezogen.

Als Ulmen und Fernandes 2010 als Paar an die Öffentlichkeit traten, fragten sich manche, warum ein "Intellektueller" wie er eine ehemalige Viva-Moderatorin daten würde. Die Skepsis spiegelte damlige Klischees über Frauen im Medienbusiness wider. Heute hat Fernandes' Schilderung die Debatte über Verantwortung neu entfacht – viele verweisen online auf das Credo der Missbrauchsüberlebenden Gisèle Pelicot: "Die Scham muss die Seite wechseln."

Die Vorwürfe gegen Ulmen markieren eine radikale Wende: Vom umstrittenen Unterhalter zum Mann, der sich schwerwiegenden Anschuldigungen stellen muss. Fernandes' Aussagen fügen sich ein in die aktuelle Diskussion über Fehlverhalten in der Medienwelt – und die realen Folgen ausbeuterischen Verhaltens. Der Fall zeigt auch, wie schnell das Bild mächtiger Männer kippt, wenn ihr Privatleben ans Licht kommt.

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