26 January 2026, 13:19

Christian Keller sucht nach dem FC-Köln-Ausgang noch seinen neuen Weg

Ein Plakat, das eine Bahnstation in Köln, Deutschland, bewirbt und eine detaillierte Illustration des Kölner Doms mit seinen markanten Spitzen und feinen Details zeigt, zusammen mit Text, der Informationen über die Station und ihre Dienstleistungen bereitstellt.

Christian Keller sucht nach dem FC-Köln-Ausgang noch seinen neuen Weg

Christian Keller bleibt auch am 26. Januar 2026 ohne neue Anstellung

Der ehemalige Sportdirektor des 1. FC Köln, Christian Keller, hat auch fast ein Jahr nach seinem überraschenden Abschied vom Verein noch keine neue Position gefunden. Sein Ausscheiden erfolgte kurz vor dem Aufstieg der Kölner in die Bundesliga – eine Entscheidung, die viele Beobachter überraschte.

Inzwischen hat Keller seine Zeit beim 1. FC Köln reflektiert und sich zu den Entscheidungen des Clubs sowie seinen eigenen beruflichen Plänen geäußert.

Entlassung trotz Aufstiegs in Sicht

Im Mai 2025 wurde Keller entlassen – nur wenige Tage, bevor der 1. FC Köln den Aufstieg perfekt machte. Den Ausschlag gab ein 1:1 gegen den Jahn Regensburg, das sowohl ihm als auch Cheftrainer Gerhard Struber die Stelle kostete. Später gab Keller zu, dass es ihn emotional berührte, die Aufstiegsfeierlichkeiten des Teams im Fernsehen verfolgen zu müssen.

Nach wie vor ist er überzeugt, dass der Verein auch unter Strubers Führung den Aufstieg geschafft hätte. Zudem hinterfragte er die Logik, einen Trainer nach einem Remis gegen den Tabellenletzten zu entlassen – besonders, wenn dieser zuvor stets Rückhalt erfahren hatte.

Zukunft zwischen Fußball und neuen Wegen

Seit seinem Abschied hat Keller Angebote aus dem Nicht-Fußballbereich erhalten, darunter auch Positionen als Geschäftsführer in anderen Branchen. Er zieht eine Selbstständigkeit in Betracht, schließt aber eine Rückkehr zum Fußball nicht aus. Zwar reizen ihn Möglichkeiten im Profifußball, doch bisher hat er noch nicht das passende Angebot gefunden.

Trotz des abrupten Endes hegt Keller keinen Groll gegen den 1. FC Köln. Auch Kritik an der Förderung junger Spieler wie Said El Mala wies er zurück: Kein Talent habe einen automatischen Anspruch auf einen Stammplatz. Stattdessen vertraue er darauf, dass Trainer die beste Elf aufstellen – und jungen Spielern gleichzeitig Zeit geben, sich zu entwickeln.

Abwarten und prüfen

Aktuell bleibt Keller geduldig und lotet seine Optionen sowohl innerhalb als auch außerhalb des Fußballs aus. Seine Erfahrungen in Köln prägen weiterhin seine Sicht auf Vereinsführung und Nachwuchsförderung. Ob er ins Fußballgeschäft zurückkehrt oder einen neuen Weg einschlägt, steht noch in den Sternen.