21 March 2026, 06:26

CDU will Ordnungsämter mit mehr Befugnissen und Technik gegen Chaos stärken

Weißes Polizeiauto mit "Polizei" darauf fahrend auf einer Straße außerhalb der Stadt, umgeben von anderen Fahrzeugen, Gras und Bäumen auf beiden Seiten.

CDU will Ordnungsämter mit mehr Befugnissen und Technik gegen Chaos stärken

Ordnungsämter in Deutschland stehen vor wachsenden Herausforderungen

Die Ordnungsämter in Deutschland sehen sich mit immer größeren Schwierigkeiten konfrontiert, da ihre Aufgaben stetig zunehmen. Probleme wie Konflikte im öffentlichen Raum, Vermüllung, illegale Müllentsorgung und Fehlverhalten bei Veranstaltungen belasten die kommunalen Behörden zunehmend. Die CDU hat nun Vorschläge vorgelegt, um diese Ämter mit klareren rechtlichen Befugnissen und moderner Technik zu stärken.

Die Christdemokraten betonen, dass Sicherheit und Ordnung für den Alltag der Bürger unverzichtbar seien. Sie fordern ein härteres Vorgehen gegen Vandalismus, Kriminalität und asoziales Verhalten. Zu ihren Plänen gehören eine bessere Personalausstattung der Ordnungsdienste sowie eine verstärkte Präsenz in Problemvierteln.

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"Viele Verstöße sind flüchtig"

Carsten Voigt, CDU-Fraktionsvorsitzender in Solingen, verweist auf die praktischen Schwächen der aktuellen Praxis: "Viele Ordnungswidrigkeiten sind oft nur von kurzer Dauer – wenn die Beamten eintreffen, lassen sie sich häufig nicht mehr nachweisen." Als positives Beispiel führt die Partei die niederländische Partnerstadt Solingens, Gouda, an, wo ein dichtes Kameranetz bereits erfolgreich zur Abschreckung von Straftaten eingesetzt wird.

Im Mittelpunkt der CDU-Pläne steht die Forderung nach erweiterten rechtlichen Kompetenzen für die lokalen Behörden. Gefordert werden praxistaugliche Regelungen für den täglichen Einsatz sowie ein besserer Schutz für Mitarbeiter in Konfliktsituationen. Moderne Hilfsmittel wie gezielte Videoüberwachung in Kriminalitätsschwerpunkten sollen genutzt werden – allerdings nur unter Einhaltung des Datenschutzes. Die Partei pocht darauf, dass neue Gesetze die realen Bedürfnisse der Kommunen widerspiegeln müssen.

Kommunen sollen mitreden

Zwar unterstützt die CDU die geplanten gesetzlichen Änderungen, doch betont sie, dass weitere Beratungen die Perspektive der Städte stärker einbeziehen müssen. Ziel sei es, den Ordnungsämtern die notwendigen Mittel an die Hand zu geben, um die Sicherheit in den Gemeinden zu gewährleisten.

Der Vorstoß der Union kommt zu einer Zeit, in der die Ämter mit einer stetigen Ausweitung ihrer Aufgaben kämpfen. Sollten die Vorschläge umgesetzt werden, könnten schärfere Kontrollen, mehr Personal und ein verstärkter Technikeinsatz die Folge sein. Entscheidend wird sein, inwieweit die neuen Regelungen die praktischen Anforderungen der Kommunen erfüllen.

Quelle