Bundeswehr startet einwöchige Militärübung in Mönchengladbach mit Drohnen und Platzpatronen
Susan auch SchlauchinBundeswehr startet einwöchige Militärübung in Mönchengladbach mit Drohnen und Platzpatronen
Einwöchige Militärübung startet diesen Freitag in Mönchengladbach
Ab diesem Freitag findet in Mönchengladbach eine einwöchige Militärübung statt. Die Bundeswehr wird auf dem Gelände des ehemaligen Joint Headquarters (JHQ) Rheindahlen Kommunikationsverfahren unter Verteidigungsbedingungen testen. Anwohner in der Umgebung müssen mit lauten Geräuschen rechnen, da während der Übung Platzpatronen verschossen werden.
Die Übung erfolgt auf dem weitläufigen Areal des ehemaligen JHQ Mönchengladbach, das mit einer Fläche von rund 660 Fußballfeldern vergleichbar ist. Die Anlage wurde 1954 eröffnet und diente ursprünglich als Hauptquartier der britischen Streitkräfte sowie als Teil eines NATO-Komplexes. Nach ihrer Aufgabe entwickelte sich das Gelände zu einem Trainingsort für Spezialeinheiten der Polizei, Katastrophenschutzteams und gelegentliche Übungen der Bundeswehr.
An der dieswöchigen Operation beteiligen sich etwa 80 Soldaten, 25 Fahrzeuge und acht Drohnen. Im Mittelpunkt steht die Erprobung von Fähigkeiten zur operationsfähigen Kommunikation sowohl in nationalen als auch in Bündnisverteidigungs-Szenarien. Die verlassene städtische Infrastruktur des Geländes bietet realistische Bedingungen für solche Trainingszwecke.
Seit 2013 finden auf dem Gelände des JHQ Rheindahlen regelmäßig Militärübungen statt, darunter auch der jährliche Internationale Militärwettkampf Mönchengladbach, der bereits seit über 40 Jahren ausgetragen wird. Zwar liegen keine genauen Teilnehmerzahlen vergangener Veranstaltungen vor, doch folgt die aktuelle Übung dem Muster der regelmäßigen Trainingsaktivitäten an diesem Standort.
Die Übung beginnt am 13. März 2026 und könnte für Anwohner mit Lärmbelästigung durch Platzpatronen verbunden sein. Die Nutzung des ehemaligen NATO-Geländes durch die Bundeswehr unterstreicht dessen fortwährende Bedeutung als zentraler Ausbildungsort für Verteidigungs- und Notfalloperationen.