Bundesrat fordert strengere EU-Regeln für schmerzhafte Lebendtiertransporte
Anatol FrankeBundesrat fordert strengere EU-Regeln für schmerzhafte Lebendtiertransporte
Der Bundesrat hat Bedenken gegenüber den aktuellen EU-Regeln für Lebendtiertransporte angemeldet. Am 26. September 2025 verabschiedete er eine Entschließung, die strengere Maßnahmen zum Schutz des Tierschutzes bei Transporten in Drittstaaten fordert. Der Vorstoß folgt anhaltenden Problemen bei der Durchsetzung und Lücken in den bestehenden Vorschriften.
In der Entschließung wird ein zentrales Problem hervorgehoben: Den Behörden fehlen die Befugnisse, um Verstöße gegen den Tierschutz bei Exporten zu unterbinden. Zwar hatte die EU 2023 bestimmte tierärztliche Gesundheitszeugnisse für Zuchttiere zurückgezogen, doch der Bundesrat zweifelt an der Wirksamkeit dieses Schritts. Nun pocht er auf rechtlich verbindliche EU-weite Regeln für alle Tiertransporte in Drittländer.
Nach den neuen Forderungen müssen künftige tierärztliche Bescheinigungen klare Tierschutzstandards enthalten. Zudem sollte die EU Exporte in Länder verbieten, die den WOAH-Terrestrischen Tierschutzcode nicht erfüllen. Darüber hinaus soll die Europäische Kommission die Befugnis erhalten, bei festgestellten Verstößen Lieferungen zu untersuchen und zu stoppen.
Der Vorstoß des Bundesrats spiegelt eine breitere Unzufriedenheit mit der laschen Aufsicht wider. Ohne schärfere Kontrollen bleiben Tiere bei Langstreckentransporten in Ziele außerhalb der EU weiter gefährdet.
Die Entschließung legt konkrete Schritte fest, um die EU-Exportregeln zu verschärfen. Falls umgesetzt, würden tierärztliche Bescheinigungen Tierschutz-Kriterien durchsetzen, und nicht konforme Länder könnten mit Exportverboten belegt werden. Die von der Kommission vorgeschlagenen Untersuchungsbefugnisse zielen darauf ab, aktuelle Durchsetzungslücken zu schließen und weitere Verstöße zu verhindern.






