Bundesdruckerei präsentiert revolutionäre Stella-Banknote auf Kreditkartenformat
Karlheinz MiesBundesdruckerei präsentiert revolutionäre Stella-Banknote auf Kreditkartenformat
Die Bundesdruckerei hat auf einer großen Branchenveranstaltung in Washington ihren neuesten Entwurf für eine Konzeptbanknote vorgestellt: die Stella. Das Design ist Teil laufender Bestrebungen, Bargeld zu modernisieren, und wurde bereits von internationalen Währungsexperten anerkannt.
Die Stella-Banknote wurde auf der Banknote Conference in der US-Hauptstadt präsentiert. Sie besteht aus einem Polymer-Substrat auf Basis nachwachsender, fossiler Rohstoffe, was sowohl die Haltbarkeit als auch die Umweltverträglichkeit erhöht. Zudem will die Bundesdruckerei durch eine Verkleinerung der Note auf Kreditkartenformat den Materialverbrauch, die Produktionszeit und den Energiebedarf senken.
Das Konzept ist für den Excellence in Currency Award 2026 der International Association of Currency Affairs (IACA) nominiert worden. Dies erfolgt zu einer Zeit, in der das deutsche Bundesdruckamt neue Wege für physisches Geld erkundet. Gleichzeitig geht der Bargeldgebrauch im Land weiter zurück: Laut dem EHI Retail Institute werden nur noch 50,5 Prozent der Einzelhandelsumsätze in bar getätigt, während Kartenzahlungen auf 48,1 Prozent aller Transaktionen gestiegen sind.
Verbraucherschützer äußern Bedenken angesichts der schrumpfenden Bargeldakzeptanz im Handel. Sie warnen, dass weniger Barzahlungsmöglichkeiten zu mehr Konflikten an der Kasse oder zu einem Kontrollverlust über Ausgaben und Datenschutz führen könnten. Befürworter betonen hingegen, dass Bargeld auch in Zeiten neuer Zahlungstechnologien erhalten bleiben sollte.






