Brüder vor Gericht: Illegale Tierfalle im Wald löst Ermittlungen aus
Brüder vor Gericht: Illegale Tierfalle im Wald löst Ermittlungen aus
Zwei Brüder aus Preußisch Oldendorf müssen sich wegen des Vorwurfs verantworten, im Wald eine illegale Lebendfalle aufgestellt zu haben. Die große, selbstgebaute Konstruktion wurde im Januar 2024 von Tierschützern entdeckt und löste daraufhin polizeiliche Ermittlungen aus. Die Behörden konnten die Verdächtigen mithilfe von Aufnahmen einer Wildkamera mit dem Tatort in Verbindung bringen.
Bei der Falle handelte es sich laut Angaben um eine verbotene Krähenfalle, die Greifvögel mit Fleischresten anlocken sollte. Einmal im Inneren, konnten die Tiere durch eine schmale, trichterförmige Öffnung eindringen, waren aufgrund des Maschenzauns jedoch nicht mehr in der Lage zu entkommen. Als die Aktivisten die Falle fanden, entdeckten sie in der Nähe den Kadaver einer Krähe. Die offiziellen Untersuchungen ergaben, dass vor der Entdeckung keine weiteren Tiere gefangen oder verletzt worden waren – die Falle war leer, bis ein Fuchs nach Eintreffen der Tierschützer hineingesetzt wurde.
Der 67-jährige Jäger, der das Gelände angeblich gepachtet hatte, bestreitet, dass die Falle funktionsfähig gewesen sei. Die Behörden widersprachen dieser Darstellung jedoch mit dem Hinweis, dass die Beweislage seiner Aussage widerspreche. Aufzeichnungen der Wildkamera führten die Ermittler direkt zu den beiden Brüdern, auch wenn ihr genaues Motiv weiterhin unklar bleibt. Der Fall wird nun vor Gericht verhandelt, wo mit weiteren Details zu rechnen ist.
Die illegale Falle hat in Deutschland eine Debatte über den Artenschutz entfacht. Da Krähenfallen verboten sind, könnte das Urteil in diesem Verfahren Präzedenzcharakter für ähnliche Fälle erhalten. Sollten die Brüder der Aufstellung der verbotenen Vorrichtung schuldig gesprochen werden, müssen sie mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.
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