Bremer Buchhandlung protestiert mit Weimer-Zitaten gegen Preis-Ausschluss
Karlheinz MiesBremer Buchhandlung protestiert mit Weimer-Zitaten gegen Preis-Ausschluss
Die Bremer Buchhandlung Golden Shop hat mit ihrer neuesten Fassadengestaltung ein kühnes Statement gesetzt. Sechs Personen brachten ein großes Stofftransparent am Giebel des Gebäudes an, das nun mit Zitaten des Kulturministers Wolfram Weimer bedeckt ist. Die Aktion folgt auf die Disqualifikation des Ladens vom Deutschen Buchhandlungspreis 2026.
Das Banner hängt über der Fassade des Golden Shop und zeigt handschriftliche Aussprüche Weimers, darunter die Sätze „Das soll überhaupt kein Kulturkampf sein“ und „Das Konventionelle ist die neue Avantgarde". Im Schaufenster der Buchhandlung ist zudem ein Porträt des Ministers neben seinen veröffentlichten Werken zu sehen.
Die Inhaberin Ausma Zvidrina hatte Weimers Schriften öffentlich als „Müll“ kritisiert. Trotz der prominenten Präsentation seiner Zitate und seines Bildes führt der Golden Shop seine Bücher nicht im Sortiment. Die Neugestaltung der Fassade erfolgte, nachdem Weimer die Buchhandlung wegen mangelnder Distanzierung von linksextremen Positionen vom Deutschen Buchhandlungspreis 2026 ausgeschlossen hatte. Der Laden stand zuvor bereits im Fokus des Verfassungsschutzes.
Die Fassade dient nun als auffälliger visueller Protest. Die Zitate und das Porträt bleiben vorerst hängen, doch an der ablehnenden Haltung der Buchhandlung gegenüber Weimers Werken hat sich nichts geändert. Die Aktion folgt auf den Ausschluss von einem nationalen Preis und die anhaltende Beobachtung durch die Behörden.






