Braunkohletagebau Garzweiler nimmt nach Skandalermittlungen Betrieb wieder auf
Krzysztof LöfflerWiederaufnahme der Abfallentsorgung im Tagebau Garzweiler genehmigt - Braunkohletagebau Garzweiler nimmt nach Skandalermittlungen Betrieb wieder auf
Im Braunkohletagebau Garzweiler sind die Arbeiten nach monatelanger Unterbrechung wieder aufgenommen worden. Die Behörden hatten die Aktivitäten ausgesetzt, nachdem der Verdacht auf illegale Ablagerung von belastetem Boden aufgekommen war. Die Bezirksregierung Arnsberg hat nun die Genehmigung erteilt, die Verfüllungsarbeiten fortzusetzen.
Die Aussetzung begann, als Bedenken wegen einer möglichen unerlaubten Entsorgung von Schadstoffen aufkamen. Fachleute führten Untersuchungen durch, fanden jedoch keine eindeutigen Beweise für die Ablagerung fremder Stoffe. Zwar wurden geringfügige Bodenverunreinigungen festgestellt, doch kamen die Ermittler zu dem Schluss, dass von diesen kaum eine Gefahr ausgeht.
Die immense Größe des Tagebaus erschwert die Suche nach möglichen Ablagerungsstellen. Ohne genaue Angaben zu Standorten wäre eine zufällige Probenentnahme kaum erfolgreich, um belastete Bereiche aufzuspüren. Daher werden keine weiteren Untersuchungen durchgeführt – es sei denn, die laufenden strafrechtlichen Ermittlungen bringen neue Erkenntnisse.
Um künftige Vorfälle zu verhindern, wird ein Grundwassermonitoringsystem installiert. Diese Maßnahme soll eine frühzeitige Erkennung von Verunreinigungen ermöglichen. Parallel dazu führt die Zentrale Sonderstaatsanwaltschaft für Umweltkriminalität in Dortmund ihre eigenen Ermittlungen fort.
Die Verfüllungsarbeiten in Garzweiler wurden nun unter behördlicher Aufsicht wieder aufgenommen. Das Monitoringsystem wird künftig die Grundwasserqualität überwachen. Die Behörden werden den Fall nur dann erneut aufgreifen, wenn die Staatsanwaltschaft im Rahmen ihrer laufenden Untersuchungen konkrete Ablagerungsorte nachweisen kann.






