02 January 2026, 03:00

Bottrop plant neue Wohngebiete auf 19 Hektar am Stadtrand

Ein Gebäude mit Graffiti auf der rechten Seite, ein Signalmast rechts und ein Mast im Vordergrund.

Bottrop plant neue Wohngebiete auf 19 Hektar am Stadtrand

In Bottrop könnten bald neue Wohngebiete am Stadtrand entstehen. Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat vorgeschlagen, auf vier Flächen insgesamt 19 Hektar Bauland für Wohnzwecke auszuweisen. Bevor jedoch Entscheidungen fallen, müssen die Pläne nun von den zuständigen Stellen geprüft werden.

Die RVR-Vorschläge betreffen vier konkrete Standorte: Kirchhellen, Grafenwald, die Stenkhoffstraße und Eigen. Jeder dieser Orte bietet ein unterschiedliches Umfeld. Kirchhellen liegt am nordwestlichen Rand Bottrops, angrenzend an landwirtschaftliche Flächen und locker bebaute Wohngebiete. Grafenwald hingegen ist von Grünflächen und verstreuter Bebauung umgeben, wobei das Zentrum von Bottrop-Grafenwald direkt südlich liegt.

In den neuen Zonen könnten – je nach Bebauungsdichte – zwischen 300 und 1.500 Wohnungen entstehen. Der aktuelle Regionalplan, der 2024 verabschiedet wurde, berücksichtigt bereits die wachsende Nachfrage nach Einfamilienhäusern und die steigende Zahl an Haushalten. Veränderungen in Bottrops Gewerbe- oder Industriegebieten sind jedoch nicht vorgesehen, da ehemalige Bergbauflächen weiterhin für diese Nutzungen reserviert bleiben. Bevor es zu konkreten Bauvorhaben kommt, muss die Stadt zunächst mit politischen Gremien beraten, welche Standorte vorgeschlagen werden sollen. Anschließend wird Bottrop mit dem RVR, Landesbehörden und möglicherweise auch mit Nachbarcommunen verhandeln. Der Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz wird die Vorschläge am 9. Dezember erörtern. Eine endgültige Entscheidung über den überarbeiteten Regionalplan wird allerdings erst 2027 erwartet – dann beginnt auch offiziell die öffentliche Beteiligung.

Als nächste Schritte stehen Gespräche zwischen Bottrops Verantwortlichen und den regionalen Behörden an. Bei einer Genehmigung würden die neuen Wohngebiete das Wohnraumangebot in der Stadt erweitern. Die formelle Bürgerbeteiligung startet erst, sobald der überarbeitete Plan 2027 finalisiert ist.