Bochum und Dortmund bündeln Kräfte für den Exzellenzstatus
Die Ruhr-Universität Bochum und die Technische Universität Dortmund planen, ihre Kräfte zu bündeln, um gemeinsam den Titel einer Exzellenzuniversität anzustreben. Keine der beiden Hochschulen erfüllt derzeit die strengen Kriterien allein – doch gemeinsam hoffen sie, die begehrte Auszeichnung zu erlangen. Eine endgültige Entscheidung über ihre Kooperation wird innerhalb eines Jahres erwartet.
Die beiden Universitäten wollen ihre stärksten Forschungsbereiche vereinen, um die anspruchsvollen Anforderungen für den Exzellenzstatus zu erfüllen. Zu den zentralen Schwerpunkten zählen unter anderem Cybersicherheit und fortschrittliche Materialien. Bei Erfolg würde das Bündnis nicht nur höhere Forschungsförderung und internationale Sichtbarkeit bringen, sondern auch die Attraktivität für Studierende steigern.
Aktuell gibt es in Deutschland zehn anerkannte Exzellenzuniversitäten, deren Förderung ab Januar 2027 bestätigt wurde. Dazu gehören die RWTH Aachen, die Universität Bonn und das Berliner Universitätsbündnis Berlin University Alliance. Die Universität Konstanz schied kürzlich aus, da sie die Mindestanforderung von zwei Exzellenzclustern nicht erfüllte.
Das Auswahlverfahren umfasst die Erfüllung gesetzter Ziele, strategische Begutachtungen durch den Wissenschaftsrat und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie Expertenbewertungen vor Ort. Über neue Anträge – darunter auch den Bochumer-Dortmunder Vorschlag – wird im Oktober 2026 entschieden.
Ein erfolgreiches Bündnis könnte die Forschungslandschaft beider Universitäten grundlegend verändern. Die Allianz würde komplementäre Stärken vereinen und könnte so langfristige Förderung sowie eine wettbewerbsfähigere Position in der internationalen Wissenschaft sichern. Die endgültige Entscheidung über den gemeinsamen Antrag fällt voraussichtlich Ende 2026.