11 March 2026, 18:29

BGH beendet jahrelangen Postbank-Streit zugunsten der Aktionäre

Eine alte deutsche Banknote mit einer Vogeldarstellung und der Aufschrift "Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaf Berlin".

BGH verwirft Beschwerde der Deutschen Bank im Postbank-Streit - BGH beendet jahrelangen Postbank-Streit zugunsten der Aktionäre

Bundesgerichtshof beendet jahrelangen Rechtsstreit zwischen Deutsche Bank und ehemaligen Postbank-Aktionären

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Der Bundesgerichtshof hat einen langjährigen juristischen Konflikt zwischen der Deutschen Bank und ehemaligen Aktionären der Postbank beendet. Im Mittelpunkt des Streits stand die Frage, ob das Übernahmeangebot der Bank für die Postbank aus dem Jahr 2010 fair und rechtzeitig erfolgt war. Dreizehn Aktionäre hatten geltend gemacht, sie seien bei dem Deal benachteiligt worden, da die Deutsche Bank bereits zwei Jahre zuvor die Kontrolle über die Postbank erlangt habe.

Der Rechtsstreit begann, als ehemalige Postbank-Aktionäre die Deutsche Bank verklagten und darauf bestanden, dass die Bank bereits 2008 ein Übernahmeangebot hätte vorlegen müssen. Sie verwiesen auf den damaligen Aktienkurs von 57,25 Euro und argumentierten, ihnen stünde eine höhere Entschädigung zu als im Angebot von 2010 vorgesehen.

Das Oberlandesgericht Köln hatte zunächst zugunsten der Aktionäre entschieden. Die Deutsche Bank legte Berufung ein, doch der Bundesgerichtshof wies den Fall endgültig ab und lehnte eine weitere Revision ab. Damit ist der Rechtsstreit nach Jahren der Verfahren rechtlich abgeschlossen.

Die finanziellen Auswirkungen auf die Deutsche Bank halten sich in Grenzen. Die Bank hat bereits Rückstellungen für die fälligen Zahlungen in Höhe von rund 112 Millionen Euro inklusive Zinsen gebildet. Laut Deutsche Bank wird das Urteil keine Auswirkungen auf die Finanzergebnisse für 2025 oder das laufende Jahr haben.

Mit der Entscheidung des Bundesgerichtshofs hat der juristische Streit um die Übernahme der Postbank sein finales Stadium erreicht. Die Deutsche Bank wird die 112-Millionen-Euro-Entschädigung aus den bestehenden Rücklagen zahlen. Das Urteil bestätigt, dass das Angebot von 2010 aus Sicht des Gerichts unzureichend war – und setzt damit nach mehr als einem Jahrzehnt einem zähen Rechtsstreit ein Ende.

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