Betrüger lockte Anleger mit alkoholisiertem Luxus-Eis in die Falle
Krzysztof LöfflerInvestoren getäuscht mit angeblich einträglicher Alkohol-Eis-Idee: Haftstrafe - Betrüger lockte Anleger mit alkoholisiertem Luxus-Eis in die Falle
Anleger mit vermeintlich lukrativer Alkohol-Eis-Idee hereingelegt: Haftstrafe
Ein 61-jähriger Mann aus Mönchengladbach ist wegen Betrugs zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Mönchengladbach fällte am Montag das Urteil, nachdem der Angeklagte gestand, mehr als 2,5 Millionen Euro von Anlegern veruntreut zu haben. Das Geld sollte in ein Unternehmen fließen, das alkoholisiertes Speiseeis herstellen wollte – ein Vorhaben, das nie realisiert wurde.
Die betrügerische Masche begann 2013, als der Angeklagte und ein namentlich nicht genannter Komplize ein Unternehmen gründeten. Sie überzeugten rund 40 Anleger, in das Projekt zu investieren, und versprachen hohe Renditen durch ein Luxus-Speiseeis mit Alkohol. Statt das Geschäft aufzubauen, verwendeten die beiden das Geld jedoch für private Ausgaben.
Der Komplize, der vermutlich in Thailand lebt, entzog sich bisher einer Verurteilung. Die Behörden stellten Auslieferungsersuchen, doch er legte ein ärztliches Attest vor, das ihn reise- und verhandlungsunfähig erklärte. Sein Fall wurde daher aus dem Verfahren ausgegliedert, doch auch ihm droht wegen seiner Beteiligung an dem Betrug noch eine Anklage.
Während des Prozesses gestand der Angeklagte die Tat, was das Gericht in seiner Urteilsfindung bestärkte. Die Strafe spiegelt das Ausmaß der Täuschung wider, durch die Anleger ihr Geld verloren und die Geschäftsidee nie umgesetzt wurde.
Der Verurteilte muss nun dreieinhalb Jahre hinter Gittern verbüßen. Sein Komplize hält sich weiterhin in Thailand auf und wartet trotz des medizinischen Attests auf rechtliche Konsequenzen. Die Anleger hingegen haben die 2,5 Millionen Euro, die sie in das gescheiterte Eis-Projekt investiert hatten, endgültig verloren.