18 January 2026, 13:09

Arnsberg gedenkt 2026 mit 46 neuen Stolpersteinen jüdischer NS-Opfer

Ein Denkmal f√ľr Holocaust-Opfer steht auf einem Platz, mit einem Baum davor, einer Topfpflanze, verstreuten trockenen Bl√§ttern, Geb√§uden, Fahrzeugen, Masten und B√§umen im Hintergrund.

Arnsberg gedenkt 2026 mit 46 neuen Stolpersteinen jüdischer NS-Opfer

Arnsberg ehrt 2026 mit neuen Stolpersteinen 46 jüdische Opfer des Holocaust

Die ersten 19 Messing-Gedenksteine wird der Künstler Gunter Demnig am 26. Januar setzen – ein wichtiger Schritt zur Bewahrung der lokalen Erinnerungskultur. Das Projekt geht auf eine Bürgerpetition zurück, die der Stadtrat bewilligt hat.

Die Verlegungen beginnen am 26. Januar 2026 um 12:00 Uhr in der Kirchstraße 41 in Oeventrop. Demnig, 1947 in Berlin geboren, wird die Steine persönlich in vier Stadtteilen platzieren: Oeventrop, Arnsberg, Hüsten und Neheim. Die übrigen Steine folgen im Laufe des Jahres, wobei die Termine wetterabhängig sind – die Temperaturen müssen über dem Gefrierpunkt liegen, damit die Arbeiten durchgeführt werden können.

Zu den Opfern, an die erinnert wird, gehört Edith Grüneberg, die 1935 in Arnsberg geboren wurde. Mit nur sieben Jahren deportiert, wurde sie im Vernichtungslager Maly Trostinez ermordet. Durch intensive Recherchen konnten die Schicksale von 45 weiteren Opfern aus der Region rekonstruiert werden, damit ihre Geschichten nicht in Vergessenheit geraten. Die Verlegungen sind öffentlich, und Schülerinnen und Schüler aus der Region wirken mit. Den Anstoß gab eine Initiative von Bürgerinnen und Bürgern, die mehr Gedenkstätten forderten – der Stadtrat gab daraufhin grünes Licht für das Vorhaben.

Die Stolpersteine werden als dauerhafte Mahnmale an die Opfer in den verschiedenen Arnsberger Vierteln erinnern. Weitere Verlegungen sind für 2026 geplant, sofern es die Wetterbedingungen zulassen. Das Projekt stellt sicher, dass die Namen und Schicksale der Verstorbenen im öffentlichen Raum präsent bleiben.