14 June 2026, 14:19

ARD startet Gaming-Netzwerk: Wie der Sender junge Zielgruppen gewinnen will

ARD spielt auf: Rundfunkgebühr fünkt Gaming-Offensive

ARD startet Gaming-Netzwerk: Wie der Sender junge Zielgruppen gewinnen will

Die ARD hat ein neues Gaming-Netzwerk gestartet, um ihre Reichweite auszubauen und digitale Plattformen zu erschließen. Mit diesem Schritt will der öffentlich-rechtliche Rundfunksender jüngere Zielgruppen ansprechen und seine Marken durch Computerspiele stärken. Die Initiative stößt bereits auf Interesse – aber auch auf Kritik.

Einzelne ARD-Anstalten wie der SWR haben sich bereits im Gaming-Bereich versucht. Projekte wie das Tatort-Spiel oder Nachrichtenmacher zeigen erste Gehversuche in diesem Feld. Nun bündelt die ARD diese Aktivitäten im ARD Games Network und setzt dabei auf Strategie, Community, Kultur und Wachstum.

Auf der diesjährigen Gamescom präsentierte der Sender ein Spiel für die Roblox-Plattform. Ziel ist es, neue Zielgruppen zu erschließen und bestehende zu binden, während gleichzeitig innovative Formate wie VR, AR und das Metaversum erprobt werden. Gaming soll der ARD innerhalb ihres gesetzlichen Auftrags und ihrer medienpolitischen Möglichkeiten frische Perspektiven eröffnen.

Kritiker hingegen argumentieren, dass die Entwicklung eigener Computerspiele außerhalb der Kernaufgaben öffentlich-rechtlicher Sender liege. Die ARD wird den Erfolg dieser Initiativen unter Beweis stellen müssen, um ihre Finanzierung über den Rundfunkbeitrag zu rechtfertigen.

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Fast 50 Millionen Menschen in Deutschland spielen regelmäßig digitale Spiele – das Durchschnittsalter liegt bei 38 Jahren, die Geschlechterverteilung ist ausgeglichen. Die ARD hofft, mit ihrer Gaming-Offensive diese breite Zielgruppe zu erreichen. Ob die Strategie aufgeht, hängt von der Nutzerbindung und messbaren Erfolgen ab.

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