Apotheker fordert radikale Entlastung: Bürokratieabbau statt Überstunden
Susan auch SchlauchinApotheker fordert radikale Entlastung: Bürokratieabbau statt Überstunden
David Kudlek, Inhaber der Klingelholl-Apotheke in Wuppertal, fordert Reformen, um die Arbeitsbelastung in Apotheken zu verringern. Seine Vorschläge umfassen weniger Bürokratie und vereinfachte Regeln bei der Kontrolle von Rohstoffen. Diese Anpassungen, so Kudlek, würden Zeit und Ressourcen für dringendere Aufgaben freimachen.
Ein zentraler Punkt ist der Verzicht auf die Identitätsprüfung von Rohstoffen in der Rezepturherstellung. Stattdessen schlägt Kudlek vor, sich auf die bereits vorliegenden Analysezertifikate zu verlassen, da die Inhaltsstoffe ohnehin vorzertifiziert seien. Diese Änderung würde Apotheken unnötigen Aufwand ersparen, argumentiert er.
Zudem plädiert Kudlek dafür, die Dokumentationspflichten bei Tierarzneimitteln abzuschaffen. Sein Argument: Dadruch ließen sich Personalkosten senken, Arbeitsstunden reduzieren und der Entsorgungsaufwand für Chemikalien verringern. Jede kleine Verpflichtung, erklärt er, summiere sich mit der Zeit zu einer unnötig hohen Arbeitslast.
Ein weiterer Vorschlag zielt auf die "Gleichbehandlung" bei der Temperaturdokumentation ab. Kudlek weist darauf hin, dass Versandapotheken diese Pflicht derzeit umgehen. Würde sie für alle Apotheken abgeschafft, könnte der Betrieb effizienter gestaltet werden.
Kudleks Reformvorschläge sollen die Abläufe in Apotheken durch weniger administrative Aufgaben verschlanken. Bei Umsetzung könnten sie Kosten sparen, Zeit gewinnen und es dem Personal ermöglichen, sich auf wichtigere Tätigkeiten zu konzentrieren. Besonders betroffen wären die Rezepturherstellung, der Umgang mit Tierarzneimitteln und die Temperaturüberwachung.






