Apotheker fordern faire Bezahlung und protestieren gegen finanzielle Not im März 2026
Karlheinz MiesApotheker fordern faire Bezahlung und protestieren gegen finanzielle Not im März 2026
Der Apotheker Dr. Gregor Lohmann traf sich kürzlich mit dem CDU-Landesabgeordneten Fabian Schrumpf, um über die wachsenden Sorgen im Apothekensektor zu sprechen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen finanzielle Schwierigkeiten, faire Bezahlung und die Auswirkungen von Schließungen auf den Zugang der Patienten zu essenziellen Dienstleistungen.
Bei dem Treffen ging es auch um geplante Proteste am 23. März 2026, mit denen Apotheker bessere Finanzierung und Arbeitsbedingungen fordern wollen.
Lohmann wies auf die zunehmende Kluft zwischen der festen Abgabegebühr von 8,35 Euro und den Rabatten von bis zu 10 Euro hin, die Versandapotheken anbieten. Diese Diskrepanz setze lokale Apotheken unter starken finanziellen Druck, argumentierte er. Ohne faire Vergütung könnten viele kaum noch konkurrenzfähige Löhne zahlen oder ihre Kernleistungen aufrechterhalten.
Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion lag auf Apothekenschließungen, die in einigen Regionen bereits zu längeren Anfahrtswegen für Patienten führen, die nachts oder in Notfällen versorgt werden müssen. Schrumpf erkannte das Problem an und versprach, die Anliegen auf Bundesebene vorzubringen. Er sprach sich für eine gerechtere Bezahlung aus und betonte die Bedeutung des Sektors für die öffentliche Gesundheit.
Beide Seiten waren sich einig, dass planbare Finanzmittel entscheidend sind, damit Apotheken weiterhin verschreibungspflichtige Medikamente und Notdienste anbieten können. Die für den 23. März 2026 geplanten Proteste spiegeln die breite Unzufriedenheit über die Unterfinanzierung wider – allein 2025 wurden 97 Schließungen verzeichnet.
Das Treffen unterstrich die Dringlichkeit von Maßnahmen zur Stabilisierung der Apothekenfinanzierung. Schrumpfs Zusagen, sich für den Sektor einzusetzen, könnten künftige politische Entscheidungen beeinflussen. Unterdessen bereiten sich Apotheker auf Demonstrationen vor, um mehr finanzielle Unterstützung und bessere Arbeitsbedingungen zu fordern.