15 March 2026, 06:32

Alkoholfreier Wein boomt: Warum immer mehr Deutsche umsteigen

Ein altes deutsches Wein-Etikett mit einer Illustration von Trauben und Blättern und einem Text, der den Wein-Typ angibt.

Immer mehr Winzer konzentrieren sich auf alkoholfreie Weine - Alkoholfreier Wein boomt: Warum immer mehr Deutsche umsteigen

Deutschlands Weinbranche erlebt einen Wandel: Immer mehr Verbraucher greifen zu alkoholfreien Alternativen. Im vergangenen Jahr stiegen die Verkäufe von alkoholfreiem Wein um 25 Prozent – mittlerweile bietet fast jedes dritte Weingut solche Produkte in seinem Sortiment an. Diese Entwicklung fällt zusammen mit der Eröffnung der ProWein in Düsseldorf, die in den nächsten drei Tagen Zehntausende Besucher erwarten wird.

Mittlerweile macht alkoholfreier Wein etwa 2 Prozent des Gesamtumsatzes auf dem deutschen Weinmarkt aus. Das Deutsche Weininstitut (DWI) führt den wachsenden Erfolg auf eine bessere Qualität und eine größere Auswahl zurück. 2023 kauften 44 Prozent mehr Haushalte alkoholfreien Wein als im Vorjahr.

Der Alkoholgehalt dieser Getränke liegt bei maximal 0,5 Volumenprozent – deutlich weniger als die 10 bis 13 Prozent in herkömmlichem Wein. Der Trend spiegelt eine generelle Nachfrage nach leichteren, alkoholarmen Produkten wider, die mit einem gestiegenen Gesundheitsbewusstsein einhergeht.

Beim MUNDUS VINI NON-ALCOHOLIC 2026-Wettbewerb reichten Winzer aus mindestens neun Ländern ihre Erzeugnisse ein. Spanien führte mit 62 Auszeichnungen, gefolgt von Frankreich (23) und Italien (9). Die deutsche Weinwirtschaft bleibt indes stark: Rund 100.000 Hektar Rebfläche – zwei Drittel davon in Rheinland-Pfalz – prägen die hiesige Produktion.

Bundesweit trinken die Deutschen jährlich etwa 1,5 Milliarden Liter Wein. Pro Kopf und Jahr sind das bei Personen ab 16 Jahren durchschnittlich 21,5 Liter.

Der Anstieg der Verkäufe von alkoholfreiem Wein deutet auf veränderte Konsumgewohnheiten in Deutschland hin. Da immer mehr Weingüter ihr alkoholfreies Angebot ausbauen, wird sich dieser Trend voraussichtlich fortsetzen. Unterdessen präsentiert die ProWein in den kommenden Tagen die neuesten Entwicklungen der Branche.

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