Albaniens erster Wildfluss-Nationalpark droht zum Luxusresort zu werden – und Kushner ist mit dabei
Susan auch SchlauchinAlbaniens erster Wildfluss-Nationalpark droht zum Luxusresort zu werden – und Kushner ist mit dabei
Albanien hat Europas ersten Nationalpark für Wildflüsse im Vjosa-Narta-Delta eingerichtet – ein Refugium für seltene Tierarten. Doch das Gebiet steht nun im Mittelpunkt eines Streits um ein geplantes Luxusresort, das mit Jared Kushner in Verbindung gebracht wird, dem Schwiegersohn des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.
Das Vjosa-Narta-Delta an Albaniens Adriaküste beherbergt Flamingos, Pelikane und Schildkrötenbrutstätten. Trotz des Schutzstatus hat ein mit Kushner verbundenes Unternehmen den Status eines „strategischen Investors“ für ein Milliardenprojekt erhalten. Protestierende haben mit einer „Flamingo-Revolution“ reagiert und demonstrieren mit pinkfarbenen Pappaufstellern der Vögel gegen das Vorhaben.
Ministerpräsident Edi Rama verteidigt die Investition und wirft dem Iran vor, die Proteste zu schüren. Albanien beherbergt die MEK, eine iranische Exilgruppe, und pflegt enge Beziehungen zu den USA und Israel. Die EU hingegen äußert Bedenken wegen Korruption und schwacher Rechtsstaatlichkeit im Land.
Brüssel könnte Tirana unter Druck setzen, indem es mehr Transparenz fordert oder EU-Beitrittshilfen an strengere Antikorruptionsmaßnahmen knüpft. Der Resort-Plan hat öffentliche Empörung ausgelöst und internationale Aufmerksamkeit erregt. Die Haltung der EU zur Korruption könnte Albaniens Weg in die Union beeinflussen. Gleichzeitig stehen die Regierung wegen ihrer US-Nähe und ihres Umgangs mit ausländischen Investoren in der Kritik.






