Äffle und Pferdle erhalten den Landespreis für Dialekt als Botschafter der Schwäbischen Alb
Anatol FrankeÄffle und Pferdle erhalten den Landespreis für Dialekt als Botschafter der Schwäbischen Alb
Die beliebten schwäbischen Figuren Äffle und Pferdle erhalten im November 2025 den Landespreis für Dialekt von Baden-Württemberg. Das vor über sechs Jahrzehnten erschaffene Duo ist längst zu einem kulturellen Symbol der Schwäbischen Alb geworden. Ihre Auszeichnung fällt in die neu geschaffene Kategorie „Dialektbotschafter“, die Personen ehrt, die sich öffentlich für die Pflege der Mundart einsetzen.
Erstmals traten Äffle und Pferdle 1960 in kurzen Einspielern beim Süddeutschen Rundfunk (SDR) auf. Ursprünglich für Kinder konzipiert, eroberten ihre Sketche im schwäbischen Dialekt schnell die Herzen eines breiten Publikums. Mit der Zeit begeistern sie auch jüngere Generationen – nicht zuletzt durch ihre Präsenz auf digitalen Plattformen.
Die Ehrung findet am 26. November 2025 im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung statt. Ministerpräsident Winfried Kretschmann betonte, Dialekte seien von zentraler Bedeutung für Identität und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Auch der Staatssekretär für Kunst, Arne Braun, hob ihre Rolle bei der Bewahrung des kulturellen Erbes der Schwäbischen Post hervor. Erst kürzlich arbeiteten die beiden mit dem Landesmusikrat zusammen und veröffentlichten eine CD mit Kinderliedern – ein Projekt, das ihren Status als Brückenbauer zwischen Tradition und modernen Zielgruppen weiter festigte.
Der Landespreis für Dialekt in der Kategorie „Dialektbotschafter“ wird alle zwei Jahre an Persönlichkeiten verliehen, die ihre Mundart selbstbewusst in der Öffentlichkeit vertreten. Die Auszeichnung unterstreicht den nachhaltigen Einfluss von Äffle und Pferdle auf die regionale Kultur. Ihr Wirken trägt bis heute dazu bei, den schwäbischen Dialekt neuen Hörergenerationen nahezubringen. Die Preisverleihung 2025 wird ihre offizielle Anerkennung als prägende Figuren des baden-württembergischen Kulturerbes besiegeln.