AfD in NRW: Stimmenzuwachs bei Kommunalwahlen – doch Stichwahlen enden in Niederlagen
Susan auch SchlauchinAfD in NRW: Stimmenzuwachs bei Kommunalwahlen – doch Stichwahlen enden in Niederlagen
Die Alternative für Deutschland (AfD) verzeichnete bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen (NRW) gemischte Ergebnisse. Zwar konnte die Partei ihren Stimmenanteil in den Ratswahlen verdreifachen, scheiterte jedoch in allen Stichwahlen. Dennoch wertete der Landesvorsitzende Martin Vincentz das Ergebnis trotz klarer Rückschläge als Erfolg.
Mit 14,5 Prozent der Stimmen landesweit – in Kreisen und kreisfreien Städten – erzielte die AfD einen deutlichen Zuwachs in den Kommunalparlamenten, blieb aber hinter ihrem Bundestrends bei der Bundestagswahl zurück. Beobachter wiesen darauf hin, dass interne Spannungen im rechtspolitischen Lager der Partei Vincentz’ Bemühungen erschwert hätten, ein gemäßigteres Image zu vermitteln.
Alle vier AfD-Kandidaten in den Stichwahlen unterlagen ihren Konkurrenten. In den meisten Fällen erhielt die Partei im zweiten Wahlgang sogar weniger Unterstützung als im ersten. Analysten bezeichneten die AfD in NRW als „Papiertiger“ und argumentierten, sie habe kaum Einfluss auf die inhaltliche Ausrichtung des Wahlkampfs genommen.
Zwar stieg der Stimmenanteil der AfD in den Räten, doch blieb er hinter ihrer bundesweiten Position zurück. Ohne Stichwahlsiege und mit rückläufiger Unterstützung im zweiten Wahlgang bleibt der politische Einfluss der Partei begrenzt. Vincentz’ Sieganspruch steht damit im Widerspruch zu den tatsächlichen Ergebnissen vor Ort.






