23 May 2026, 18:25

AfD gewinnt überraschend an Zustimmung bei Menschen mit Migrationshintergrund

AfD findet auch bei Migranten immer mehr Unterstützung

AfD gewinnt überraschend an Zustimmung bei Menschen mit Migrationshintergrund

Eine neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zeigt eine wachsende Unterstützung für die AfD unter Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland. Die zwischen Oktober 2024 und Januar 2025 durchgeführte Untersuchung befragte über 3.000 Teilnehmer, darunter Deutsche mit und ohne Migrationshintergrund sowie ausländische Einwohner. Die Ergebnisse verdeutlichen deutliche Verschiebungen in den politischen Präferenzen verschiedener Gemeinschaften.

Die AfD konnte bei jüngsten Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen spürbare Zugewinne verzeichnen. In mehreren Städten des Ruhrgebiets erreichte die Partei den zweiten Platz und landete in Hagen sogar auf dem ersten Rang. Dieser Trend deckt sich mit den Umfrageergebnissen, die eine unterschiedliche Unterstützung in verschiedenen ethnischen Gruppen aufzeigen.

Unter Deutschtürken liegen AfD und Grüne jeweils bei acht Prozent, während die SPD mit 35 Prozent klar dominiert. Bei Menschen russischer Herkunft führt die SPD mit 43 Prozent, gefolgt von Union und AfD, die jeweils 14 Prozent erreichen. Bei Spätaussiedlern hingegen liegt die AfD mit 31 Prozent an der Spitze, noch vor der Union mit 25 Prozent.

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Die Studie zeigt zudem, dass die AfD unter Nachkommen polnischer Herkunft mit 33 Prozent die stärkste Unterstützung genießt – und damit die Union überflügelt, die in dieser Gruppe an Boden verloren hat. Unter Deutschtürken belegt die Partei dagegen nur den fünften Platz. Die Stiftung betont, dass unterschiedliche Einstellungen zur Migration innerhalb dieser Gemeinschaften zu den variierenden Zustimmungswerten für die AfD beitragen.

Die Forscher weisen darauf hin, dass die Ergebnisse aufgrund ungewichteter Stichproben in einigen Gruppen mit Vorsicht zu interpretieren sind.

Die Untersuchung bestätigt die zunehmende Anziehungskraft der AfD in bestimmten Migrantengruppen, insbesondere bei Spätaussiedlern und Menschen polnischer Abstammung. Zwar bleibt die SPD bei Deutschtürken und Russlanddeutschen stark verankert, doch deuten die Verschiebungen auf sich wandelnde politische Dynamiken hin. Die Ergebnisse bieten einen detaillierten Einblick in die aktuellen Präferenzen, erfordern jedoch angesichts methodischer Einschränkungen weitere Analysen.

Quelle