31 January 2026, 11:10

Abschied von der Autobahnkirche Ruhr: 15 Jahre spirituelle Raststätte enden

St. Luke's Episcopal Church, eine große Kirche mit einem Turm, steht an einer Straßenecke umgeben von Gebäuden, Fahrzeugen, Fußgängern und Bäumen unter einem klaren blauen Himmel.

Abschied von der Autobahnkirche Ruhr: 15 Jahre spirituelle Raststätte enden

Autobahnkirche Ruhr in Bochum schließt nach 15 Jahren ihre Türen

Die Autobahnkirche Ruhr in Bochum, ein Ort der Andacht für Reisende im Ruhrgebiet, wird an diesem Samstag nach 15 Jahren endgültig geschlossen. Das Gebäude, das einst als Gast einer örtlichen Kirchengemeinde diente, wurde an einen privaten Käufer verkauft und verliert damit seine Funktion als geweihter Raum für christliche Gottesdienste und Gemeinschaftsveranstaltungen.

Die Kirche, bekannt für ihr weithin sichtbares Banner mit der Aufschrift "Komm zur Ruhe" an der Autobahn A40, war für etwa 15 tägliche Besucher eine spirituelle Raststätte. Zudem fand hier jährlich ein Gedenkgottesdienst für Verkehrsunfallopfer aus Bochum und der Umgebung statt. Pläne für einen eigenen Gedenkort für Verkehrstote, die von Ehrenamtlichen ausgearbeitet worden waren, wurden aufgrund des Verkaufs nun aufgegeben.

Jahre lang organisierte die Kirche besondere Veranstaltungen, darunter ein für 2025 geplantes Treffen von Motorradfahrern im Rahmen des jährlichen "Tags der Autobahnkirchen". Doch an diesem Samstag steht stattdessen ein Abschiedstreffen für die Ehrenamtlichen im Mittelpunkt, die das Projekt über Jahre getragen haben. Noch am selben Tag werden alle Schilder und Banner – darunter auch die bekannte Botschaft an der Autobahn – abgebaut.

Mit dem Verkauf verliert das Gebäude seinen geweihten Status, sodass dort künftig keine christlichen Gottesdienste mehr stattfinden dürfen. Der Name des privaten Käufers wurde nicht bekannt gegeben, und es gibt keine Hinweise darauf, welche Pläne für das Gelände in Zukunft bestehen.

Die Schließung markiert das Ende eines 15-jährigen Kapitels für die Autobahnkirche Ruhr. Die Abschiedsveranstaltung am Samstag wird die letzte Zusammenkunft in einem Raum sein, der einst Reisenden Ruhe und Besinnung bot. Ohne Ersatz verliert die Region damit nicht nur einen Ort der Andacht, sondern auch eine Gedenkstätte für die Opfer von Verkehrsunfällen.