Abschied von der Arche Noah: Dorps Gemeinschaftszentrum schließt 2027 nach 44 Jahren

Anatol Franke
Anatol Franke
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Eine Kirche ist prominent in der Mitte des Bildes positioniert.Anatol Franke

Abschied von der Arche Noah: Dorps Gemeinschaftszentrum schließt 2027 nach 44 Jahren

Gemeinschaftszentrum 'Arche Noah' in Dorp schließt nach über 40 Jahren im Februar 2027

Das Gemeinschaftszentrum Arche Noah in Dorp wird im Februar 2027 nach mehr als 40 Jahren seine Türen schließen. Die evangelische Kirchengemeinde hat beschlossen, ihre Aktivitäten am Standort der Dorfer Kirche zu bündeln – damit endet eine Ära für das Gebäude in der Eichenstraße. Unberührt von der Schließung bleibt die angrenzende Kindertagesstätte, die weiterhin wie gewohnt betrieben wird.

Die Arche Noah wurde 1983 eingeweiht und entwickelte sich seitdem zu einem zentralen Ort für Gottesdienste und Gemeinschaftsveranstaltungen. Bis vor kurzem fanden hier wöchentlich sonntägliche Andachten statt, was das Zentrum zu einer Säule des Gemeindelebens machte. Doch bereits 2011 fiel der Beschluss, das Gebäude zu entwidmen. Seither war ein schrittweiser Rückzug zwischen 2020 und 2030 geplant.

Im Juli 2025 beantragte der Kirchenvorstand offiziell die Entwidmung beim zuständigen Bezirkssynodalverband. Der Antrag wurde genehmigt, und die Gemeinde wurde im September 2025 in einer Versammlung über das definitive Schließungsdatum informiert. Die endgültige Entscheidung obliegt nun dem Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland, das den Prozess begleiten wird.

Für Menschen mit eingeschränkter Mobilität werden einige Veranstaltungen künftig im nahegelegenen Goudahof stattfinden. Die Schließung ist Teil einer umfassenden Strategie der Evangelischen Kirche im Rheinland, ihre Zahl an Kirchengebäuden zu verringern. Bis Mitte der 2030er-Jahre strebt die Landeskirche an, ihr Portfolio von derzeit rund 800 auf 400 aktive Standorte zu halbieren.

Die Entwidmung der Arche Noah tritt zum 31. Januar 2027 in Kraft. Die Schließung des Gebäudes spiegelt einen größeren Konsolidierungstrend innerhalb der regionalen Kirche wider. Die benachbarte Kindertagesstätte, die von der Diakonie als Wohlfahrtsverband betrieben wird, bleibt davon unbeeinflusst und arbeitet wie gewohnt weiter.

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