04 January 2026, 08:32

Aasee-Lido in Ibbenbüren schließt für immer – was kommt stattdessen?

Ein Schwimmbad auf der linken Seite, ein Gebäude in der Mitte und der Himmel oben.

Aasee-Lido in Ibbenbüren schließt für immer – was kommt stattdessen?

Das Aasee-Lido in Ibbenbüren wird nicht wiedereröffnet – die Anlage schließt endgültig. Die Entscheidung trifft die Ibbenbüren Pools GmbH, das städtische Unternehmen, das für den Betrieb der Einrichtung verantwortlich ist. Dauerkarteninhaber erhalten eine Rückerstattung, während als Übergangslösung alternative Badeangebote bereitgestellt werden.

Bei einer Überprüfung wurden schwere Mängel an der Lüftungsanlage des Bades festgestellt. Eine Reparatur würde einen kompletten Austausch erfordern – verbunden mit umfangreichen baulichen Veränderungen. Diese Maßnahmen hätten zudem zur Folge, dass der bestehende Gebäudeschutz nach geltenden Vorschriften entfiele.

Eine Teilsanierung im Jahr 2019 war ursprünglich mit 21,3 Millionen Euro veranschlagt worden. Aufgrund stark gestiegener Baukosten würde dieselbe Arbeit heute über 30 Millionen Euro kosten. Statt das alte Bad zu sanieren, prüft das Unternehmen nun, ob eine Modernisierung des bestehenden Freibeckens am Aasee oder ein kompletter Neubau machbar ist. Parallel dazu wird das Holsterkamp-Bad aufgewertet, um den Betrieb mittelfristig zu sichern. Dies folgt auf die Fertigstellung eines neuen Schul- und Sportschwimmbads, dessen Bau die Ibbenbüren Pools GmbH am selben Standort übernommen hat. Das Unternehmen, eine Tochter der Stadt Ibbenbüren, pachtet und betreibt sowohl das Aasee-Lido als auch das Holsterkamp-Bad.

Betroffene Dauerkartenbesitzer erhalten eine anteilige Erstattung für die nicht genutzte Zeit. Zudem gibt es Gutscheine für Einzeleintritte, die entweder für „Ibb on Ice“ oder für zwei Schwimmbesuche im Holsterkamp-Bad während der Ferien eingelöst werden können.

Mit der Schließung des Aasee-Lidos bleibt die Zukunft des Standorts ungewiss. Die Ibbenbüren Pools GmbH wird nun Kostenanalysen für einen Neubau oder eine Komplettsanierung durchführen. Bis dahin bleibt das Holsterkamp-Bad die Hauptschwimmstätte für die Bürger der Stadt.