24 June 2026, 16:23

Aachener Zoll zwingt ausländische Speditionen zur Kasse – mit drastischen Maßnahmen

HZA-AC: Polnisches Logistikunternehmen schuldet Maut in 48 FällenAachener Zoll beschlagnahmt auf A4

Aachener Zoll zwingt ausländische Speditionen zur Kasse – mit drastischen Maßnahmen

Zollbeamte in Aachen setzen Forderungen gegen ausländische Transportfirmen durch

In jüngster Zeit haben Zollbeamte in Aachen erhebliche Geldforderungen gegen ausländische Speditionen durchgesetzt. Im Fokus stehen dabei unbeglichene Mautgebühren und andere Schulden von Unternehmen, die grenzüberschreitend tätig sind. Die Fälle zeigen die anhaltenden Bemühungen der Behörden, ausstehende Zahlungen von internationalen Frachtführern einzutreiben.

Anfang Mai 2025 wurde in der Nähe von Aachen ein bulgarisches Transportunternehmen aus Sofia angehalten. Bei dem Fahrer lag ein Vollstreckungsbescheid wegen unbezahlter Maut vor. Die Beamten hatten das Unternehmen wochenlang beobachtet, bevor sie den Lkw stoppten. Der Fahrer beglich die Schuld noch vor Ort per Kreditkarte.

Am 4. Juni 2025 kam es an der Rasthofstelle „Rurscholle Nord“ auf der Autobahn A4 bei Düren zu einem weiteren Fall: Eine polnische Spedition wurde mit 48 offenen Vollstreckungsbescheiden für unbeglichene Mautgebühren in Höhe von 8.663,50 Euro überführt. Die Aachener Zollbeamten trieben die gesamte Summe sofort ein. Das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) in Köln bestätigte, dass das Unternehmen bereits unter Beobachtung stand. Es war bereits mehrfach durch das Entfernen von Firmenlogos an den Lkw aufgefallen, um Kontrollen zu entgehen.

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Das Zollamt Aachen bearbeitet regelmäßig solche Fälle und schreitet zudem gegen große Drogenlieferungen an den Grenzen zu Belgien und den Niederlanden ein. Zu den Aufgaben gehört auch die Durchsetzung von Forderungen – sowohl eigener als auch öffentlich-rechtlicher Ansprüche – gegen Schuldner mit Sitz im Ausland.

Beide Transportunternehmen beglichen ihre Schulden nach der Kontrolle vollständig: Die bulgarische Firma regulierte ihren Mautverstoß bereits im Mai, während das polnische Unternehmen im Juni 8.663,50 Euro zahlte. Die Behörden bleiben wachsam und gehen weiter gegen Firmen vor, die versuchen, ihren finanziellen Verpflichtungen zu entgehen.

Quelle