84-Jährige verliert 300.000 Euro an falsche Polizisten – wie Betrüger sie um ihr Gold brachten

Karlheinz Mies
Karlheinz Mies
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Eine Goldmünze mit der Aufschrift "Zentraler Geheimdienst für Karriereerfolge" vor einem weißen Hintergrund.Karlheinz Mies

Polizei-Imitatoren: Senior verliert 300.000 Euro - 84-Jährige verliert 300.000 Euro an falsche Polizisten – wie Betrüger sie um ihr Gold brachten

Eine 84-jährige Frau aus Hilden bei Düsseldorf hat ihr gesamtes Erspartes verloren, nachdem sie Opfer eines raffinierten Betrugs geworden war. Kriminelle, die sich als Polizisten und andere Beamte ausgaben, brachten sie dazu, Bargeld und Gold im Wert von rund 300.000 Euro zu übergeben. Die Behörden warnen nun vor einer zunehmenden Welle solcher dreisten Maschen.

Der Betrug begann mit einem Anruf eines Mannes, der sich als Polizeibeamter ausgab. Er überredete die Frau, ihr Geld abzuheben und in Gold umzutauschen – angeblich zur "sicheren Verwahrung". In den folgenden Wochen meldeten sich weitere Anrufer, die sich als Staatsanwälte, Richter und Bankmitarbeiter ausgaben, und bestärkten sie in der Lüge.

Schließlich wurde sie angewiesen, das Gold einem angeblichen Kurier der Staatsanwaltschaft zu übergeben. Erst als die Frau später einen Kredit aufnehmen wollte, flog der Schwindel auf: Bankangestellte wurden misstrauisch und alarmierten die Polizei.

Zwischen März 2025 und März 2026 wurden bundesweit rund 1.200 ähnliche Fälle gemeldet. Die Polizei spricht von einem wachsenden Problem durch diese "falschen Beamten"-Betrügereien. Sie betont, dass echte Behörden niemals anrufen würden, um nach privaten Vermögenswerten zu fragen oder Bargeld, Schmuck oder Gold zur "sicheren Aufbewahrung" zu verlangen.

Der Fall der Frau zeigt, wie überzeugend die Betrüger vorgehen. Die Polizei ruft die Bevölkerung weiterhin zur Wachsamkeit auf und rät, unerwartete Anrufe von angeblichen Beamten stets zu überprüfen. Wer Ziel eines solchen Betrugsversuchs wird, sollte dies umgehend melden, um weitere Schäden zu verhindern.

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