230-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Ratingen entschärft – 2.300 Menschen evakuiert
Susan auch Schlauchin230-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Ratingen entschärft – 2.300 Menschen evakuiert
Amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Ratingen entschärft
In der Nacht zum Dienstag wurde in Ratingen eine US-amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft. Die Aktion zwang zur Evakuierung von 2.300 Anwohnern und legte weite Teile der Innenstadt lahm. Wie die Polizei bestätigte, handelte es sich um eine 230-Kilogramm-Bombe, die bei Routinearbeiten entdeckt worden war.
Die Entdeckung löste vor allem bei älteren Bürgern sofortige Besorgnis aus. Eine 88-jährige Frau schilderte ihre tiefe Unruhe und erinnerte sich an ihre Erlebnisse während des Krieges. Ihre Reaktion stand stellvertretend für die Ängste, mit denen viele Senioren während der Evakuierung konfrontiert waren.
Die Behörden brachten die Betroffenen im Rathaus unter, wo einige aufgrund der Belastung zusammenbrachen, aber umgehend medizinisch versorgt wurden. Die Räumung zog sich länger hin als geplant, da es logistische Herausforderungen gab – insbesondere die Verlegung von zwei Seniorenheimen. Gegen 1.30 Uhr morgens konnten schließlich alle Heimbewohner in ihre Zimmer zurückkehren. Das Frühstück am nächsten Morgen wurde an die gestörten Schlafzeiten angepasst. Rund 70 Prozent der Fußgängerzone waren von den Maßnahmen betroffen, viele Geschäfte mussten vorzeitig schließen.
Polizeihauptkommissar Michael Göbel, der das Krisenteam leitete, koordinierte den Einsatz. Sein Team bestätigte, dass die Bombe am späten Montagabend ohne Zwischenfälle unschädlich gemacht wurde.
Die Entschärfung verlief ohne weitere Komplikationen. Die Anwohner kehrten nach und nach in ihre Häuser zurück, wobei einige ältere Menschen zusätzliche Unterstützung benötigten. Mittlerweile hat die Stadt ihren normalen Rhythmus wiederaufgenommen, nachdem der Kriegsfund sicher geborgen werden konnte.