200 Kilometer für faire Schokolade: Radfahrer transportieren Bio-Kakao emissionsfrei nach Dormagen
Krzysztof Löffler200 Kilometer für faire Schokolade: Radfahrer transportieren Bio-Kakao emissionsfrei nach Dormagen
Eine Gruppe Radfahrer aus Dormagen hat eine ungewöhnliche Reise unternommen, um fairen Handel und Nachhaltigkeit zu fördern. Ihre Mission: Bio-Kakao aus Amsterdam mit reiner Muskelkraft und komplett emissionsfrei in ihre Heimatstadt zu transportieren. Das Projekt Die Schokoladen-Reise zeigt, wie Klimaschutz und ethischer Handel in der Praxis Hand in Hand gehen können.
Das Abenteuer begann mit Kakaobohnen aus der Dominikanischen Republik. Statt auf herkömmlichem Seeweg erreichten sie emissionsfrei per Segelschiff Amsterdam. Dort wurden sie in einer solarbetriebenen Fabrik zu Schokolade verarbeitet.
Sieben Radfahrer aus Dormagen übernahmen anschließend den Staffelstab: Sie traten die 200 Kilometer lange Strecke mit dem fair gehandelten Bio-Kakao zurück in die Heimat – Ankunft war am 10. Oktober. Für den letzten Abschnitt nutzten sie das Lastenrad der Stadt, sodass die gesamte Transportkette ohne fossile Brennstoffe auskam.
Im Eine-Welt-Laden Dormagen an der Kölner Straße empfing sie Lieselotte Heinz vom städtischen Umweltamt. Sie lobte das Engagement der Gruppe und betonte, wie das Projekt fairen Handel, Klimaschutz und nachhaltige Mobilität verbindet. Die Schokolade ist nun im Laden erhältlich.
Die Aktion steht zudem für die weiteren Bemühungen der Stadt. Die lokalen Behörden unterstützen den fairen Handel auch über diese Kampagne hinaus.
Die Schokoladen-Reise hat aus einem einfachen Produkt ein Symbol für ethische und ökologische Werte gemacht. Der Weg des Kakaos – vom Segelschiff über die Solar-Fabrik bis zum Fahrrad – zeigt, wie kleine Veränderungen Emissionen reduzieren können. Mit der nun in Dormagen erhältlichen Schokolade können Bürgerinnen und Bürger das Ergebnis einer wirklich nachhaltigen Lieferkette probieren.






